Willkommen zu unserem Everdell Tagebuch! Begleitet Ignatius Igel in diesem humorvollen Spielbericht durch seine erste Worker-Placement-Runde im Winter.


📒 Tagebuch eines arbeitswütigen Igels


🟢 Tag 1 – Saisonbeginn: Zwei Stacheln, null Ressourcen, aber große Träume

Winter in Everdell. Der Boden ist hart gefroren, der Frost knirscht unter den Pfoten und ich – Ignatius Igel, Stadtplaner, Holzvisionär und Meister der improvisierten Effizienz – beginne mein neues Bauprojekt. Es ist Tag 1. Mein Tableau ist leer. Die Karten sind… nennen wir es „herausfordernd“. Und meine Belegschaft?
Zwei Igelmädchen. Frisch aus der Ausbildung.

Bereit für das Abenteuer: Der Aufbau von Everdell.

🧮 Das erste Briefing

„Panikpfote, Zitterstachel – willkommen im Team. Hört zu, wir haben exakt null Rohstoffe, dafür grenzenlosen Ehrgeiz.“, verkünde ich, während ich mir den Frost von den Stacheln schüttle.
„Ich hab meine Tasche vergessen“, flüstert Panikpfote.
„Ich glaub, ich hab meine Bauhandschuhe in einem Pilz liegen lassen“, murmelt Zitterstachel.
„Perfekt. Ideal. So fängt jedes große Bauimperium an – mit Vergesslichkeit und leichtem Erdgeruch. Gut. Du, Panikpfote – du gehst an den Waldrand. Zweige sammeln. Geradeaus. Keine Gespräche mit Dachsen.“
„Aber der Dachs hat gesagt, ich hab ‘ne gute Energie…“, murmelt Panikpfote.
„DU GEHST. ZWEIGE. JETZT.“, befehle ich.
„Okay, okay, okay! Ich geh ja schon!“


🌲 Ressourcensuche – oder: Was raschelt da?

„Und Zitterstachel, du nimmst das Harzfeld unter dem Ever Tree. Geh früh, geh stachelig und…“
„Da ist jemand. Da steht jemand. Ich glaub, der guckt mich an.“,
flüstert Zitterstachel ängstlich.
„Das ist ein Baum.“,
beruhige ich sie.
„Nee, dahinter! Da ist was mit Ohren!“,
bemerkt sie voller Furcht.
„Ohren haben hier ALLE. Geh einfach los, bevor uns jemand das Harz klaut.“,
sporne ich sie an.
„Ich hab aber eine ungute Ahnung. Mein Bauch kribbelt.“
„Dann krabbel leise – aber krabbel!“
, schubse ich sie sanft Richtung Lichtung.


🛠️ Wenn der Plan schief hängt

Zehn Minuten später kehrt Panikpfote zurück – zerzaust, mit Rauhreif im Gesicht, aber mit Zweigen im Maul.
„Da war ein Vogel. Der hat mich angestarrt. Ich hab dann rückwärts gesammelt.“, erzählt sie stolz.
„Hervorragend. Du hast die Rückwärts-Taktik gemeistert. Nächstes Mal mit weniger Flucht und mehr System.“, ich versuche, Begeisterung für so viel „Einsatz“ zu heucheln.
„Ich bin gegen einen Felsen gelaufen. Ich glaub, das war der Vogel.“, berichtet sie, immer noch außer Atem.
„…WIRKLICH beeindruckend.“
Zitterstachel kommt auch zurück – ohne Harz, aber mit einem vertrockneten Blatt.
„Ich hab gefragt, ob ich was nehmen darf, aber das Feld war schon besetzt. Ich glaub, der Baum hat nein gesagt.“, erklärt Zitterstachel mir.
„Zitterstachel, der Baum spricht nicht.“, antworte ich.
„Aber ich fühl das manchmal. Also… Vibrationen.“, merkt sie an.
„Du fühlst die Vibration meines Zorns, wenn du nicht bald Harz bringst.“, erwidere ich schon leicht angesäuert, weil ich brauche das Harz wirklich dringend.

Worker-Placement: So hätte es aussehen können…

🔄 Notfallmaßnahme Sonderwaldort

„Okay, neue Taktik. Plan B: Sonderwaldort. Ihr nehmt den Pfad links vom Laubhügel. Da, wo’s ein bisschen müffelt, aber es ist legal.“, weise ich die Truppe an, während ich mit einer kleinen Schaufel die Richtung markiere.
„Aber da wohnt diese alte Eule, die immer Fragen stellt!“, wirft einer meiner Arbeiter ein und zupft nervös an seinem Rucksack.
„Ignorieren.“, antworte ich knapp und ohne die Miene zu verziehen.
„Und da ist dieses komische Geräusch…“
„Das ist der Wind. Oder dein Gewissen. Weiter!“, unterbreche ich die Diskussion, bevor sie überhaupt richtig Fahrt aufnehmen kann.
„Was ist, wenn uns jemand den Weg absperrt?“, kommt es nun fast im Chor aus der Runde.
„Dann geht drumherum. Oder buddelt. Ich bau euch später eine Karte zur mentalen Navigation. Jetzt: Los.“, mit einem energischen Wink scheuche ich sie endlich los und sehe zu, wie sie im Unterholz verschwinden.


🎴 Kartenchaos und erste Bauversuche

Während sie unterwegs sind, werfe ich einen Blick auf meine Hand. Schule, Glockenturm, Straße, irgendwas mit sehr vielen Kosten – super. Genau das, was man nicht braucht, wenn man bei null startet.
Zitterstachel kehrt zurück mit einem Tropfen Harz. Panikpfote bringt eine Beere, die aussieht, als hätte sie schon bessere Tage gesehen.
„Die lag auf dem Boden. Ich hab sie vorsichtig beleidigt und dann aufgehoben.“, erklärt sie mit vollkommen unschuldiger Miene.
„Ich nenn das: verhandlungsstarke Ernte.“, brumme ich zustimmend und notiere den Zuwachs in meinem schlammverschmierten Kontobuch.
„Ich glaub, sie hat zurückgeguckt.“, flüstert sie immer noch angsterfüllt.

Welches Gebäude wird das erste sein?

🧠 Fazit des Tages

Wir schaffen es – langsam, schief, gelegentlich rückwärts – aber wir schaffen es.
Ich spiele meine erste Mooshütte. Klein, grün, günstig.
„Da könnten wir schlafen“, meint Zitterstachel.
„Oder sich verlaufen“, fügt Panikpfote hinzu.
„Oder – revolutionäre Idee – ARBEITEN!“


🍃 Bilanz Tag 1:

  • Saison: Winter (Kälter als das Herz eines Geizigen).
  • Zweige: Trotz Fluchtversuch beschafft
  • Harz: Hart erkämpft, minimal
  • Stein: Nur in mystischen Prophezeiungen
  • Beeren: Eine, aber psychologisch komplex
  • Teamgeist: Fragil, aber vorhanden
  • Ignatius’ Geduld: Unter Aufsicht
  • Erste Hütte: Steht. Krumm, aber mit Seele

Mit stacheligen Grüßen und zuckender Geduldsader,
Ignatius Igel
Baumeister, Stachelchef & Therapiestelle für überforderte Waldarbeiterinnen



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